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Ich
freue mich, zum ersten Mal Arbeiten der kanadischen Künstlerin Susan Turcot
(*1966 in Montreal/Kanada) in einer Einzelausstellung in meiner Galerie
vorzustellen.
Susan Turcot arbeitet vorwiegend im Medium der Zeichnung. "Das Zeichnen
bietet die Möglichkeit, Erfahrungen durch den Körper direkt umzusetzen
und zu weniger bewussten Regionen des "Ich" vorzudringen. Im
zeichnerischen Prozess erfindet die Form sich selbst... der Bleistift
als einfaches unauffälliges Werkzeug, das sich in das Papier wie ein Grabstichel
eindrücken kann." *
Zeichnung umfasst im Werk Susan Turcots
ein breites Spektrum. Von tagebuchartigen Skizzen über expressive Kohlezeichnungen
bis hin zu hochentwickelten Liniengefügen, die auf dem Papier räumliche
oder figürliche Strukturen bilden. In Ihrer neuen Zeichnungsserie "SELF-SERVICE",
die zum Teil als zeichnerische Reportage in Düsseldorf entstehen wird,
setzt sie sich einerseits gegenständlich mit aktuellen politischen Themen
- dem Wandel von Arbeit und Dienstleistung - auseinander, andererseits
geht es ihr immer auch um die Brechung der Realität im zeichnerischen
Akt, indem ihre Hand eine Synthese erzeugt zwischen äußerlicher Wirklichkeit,
analysierendem Verstand und innerem Ausdruck jenseits der Sprache. Die
minutiös ausgearbeiteten gegenständlichen Zeichnungen werden in einem
zweiten Schritt regelrecht attackiert .
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Susan Turcot
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