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Michaela
Schweiger
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schon siegt die fiktion über die realität, schon gibt es blut
und rätsel, schon habe ich das gefühl mich in einem walt-disney-film
zu befinden, aber einem mit humphrey bogart, das heisst, in einem politischen
film, " 2002
17.Januar
- 28. Februar 2003
Eröffnung
am Freitag, den 17. Januar 2003 von 18 - 21 Uhr
Michaela
Schweiger nutzt die Form des Panoramas als eine Möglichkeit der Simulation
städtischen Raums. Ihr gezeichnetes Stadtpanorama zeigt collagenhaft zusammengesetzte
urbane Räume, die sich in einer besonderen modernismuskritischen Wendung
an der idealisierten Darstellung zukünftiger Städte orientieren, wie sie
in den sechziger Jahren von Zeichnern der Walt Disney Company verwendet
wurden.
Zugleich werden auf drei Monitoren verschiedene gezeichnete Filme, in
denen Personen unterschiedlicher kultureller und sozialer Herkunft miteinander
kommunizieren, zueinander in Beziehung gesetzt.
Die Dialoge sind der Chatkommunikation einer virtuellen städtischen Community
entnommen und werden auf “analoge" städtische Situationen übertragen.
Die Bilder jedes einzelnen Videos erzählen jedoch eine eigene Geschichte.
Im Mittelpunkt der Gespräche steht das Verhältnis von öffentlichem und
privatem Raum innerhalb der virtuellen, städtischen Gesellschaft. Ein
besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Stellenwert des Copyrights
und der Bedeutung des Sprechens als der dominierenden Handlung innerhalb
des digitalen Raums. Durch die Verschiebung von Text und Bild entstehen
subtile Brüche, die nach Analogie und Differenz virtueller und analoger
Räume fragen und gleichzeitig die Entwicklung “analoger" Stadträume
spielerisch erkunden.
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