Viola Rusche
 
Bilder
 
27. 5. - 29. 7. 2006
 
 
Einladung zur Ausstellungseröffnung
Samstag, 27. Mai, von 16 - 20 Uhr
 
 
 
 
 

 


 
 

 


 
 

In der zweiten Ausstellung der in Berlin lebenden Malerín Viola Rusche zeige ich eine Auswahl aus einer experimentellen Serie quadratischer Bilder, die an die Gruppe "Is it's worth doing, it's worth overdoing", anknüpft, in der sie ausgehend von comic-artigen Elementen beginnt, den figurativen Bildraum immer weiter aufzulösen.

"Neben ihrem einfachen Aufbau und ihrem einheitlichen Format, stehen die im Bildfeld kombinierten Elemente in einem kaum je zur Ruhe kommenden Wechselspiel zwischen gestischer Abstraktion, skripturaler Zeichenhäufung und entfernt figurativen Binnenformen.
Viola Rusches Bilder vermeiden jegliche Vortäuschung malerischer Bravour und technischer Raffinesse. Sie verdanken sich vielmehr einer bei näherer Betrachtung gleich erkennbaren "Vorsichtigkeit" - einer Vorausschau der nächsten Züge. Sie vermitteln dem Betrachter aber noch im "abgeschlossenen" Zustand ein lebendiges Bild der vielen gleichzeitig zu behandelnden und zu berücksichtigenden malerischen Entscheidungssituationen.
Sie sind dabei nicht nur Introspektionen oder Verlaufsprotokolle eines formalen Experiments. In ihnen gelingt ein Nebeneinander "starker" und "schwacher" Momente, wie es sonst nur in lyrischen Sprachformen zu finden und zu verkraften ist.
Die nahezu weißen Gründe, die vielen an Schriftzeichen erinnernde Pinselschreibspuren, die oft den Farbfluss aufbrechen und spröde werden lassen, die energiegeladenen Zusammenballungen - alle diese Elemente schaffen in ihrer Nachbarschaft zu Metaphern der Dichtung vielleicht eines am besten: die gemalten Zeichen sind nie nur Substantiv, Verb, Adjektiv oder Konjunktion, sondern integrieren in ihre Suche nach Gleichzeitigkeit auch Farbe und Rhythmus."


Clemens Krümmel