Alexander Roob
 
04. Juni 2005 - 30. Juli 2005
 
 
"Die Treppe, Nürnberg, 2000"
 
"Der Gesichtsverlust der Kulturbehörde Hamburg, Shanghai, 2002"
 
 
Ausstellungseröffnung:
Samstag, 04. Juni 2005 - 18 bis 20 Uhr

 

 
 

 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 

 
 

Alexander Roob hat sich mit seinem Zeichnungsprojekt CS, das er seit 1985 unter der Bezeichnung Codex als eine sich fortschreibende Motivsamlung in der Art eines experimentellen Muster- oder Werkstattbuches begann, zu einer einflussreichen künstlerischen Position entwickelt und ist in vielen wichtigen Ausstellungen vertreten.

In Auseinandersetzung mit den Zeichnungsfolgen von Rodolphe Töpffer und den literarischen Montageverfahren in den späten Dichtungen von William Blake wurde CS ab 1990 in der Form eines Bildromans weitergeführt. Dessen einzelne Kapitel bestehen aus filmartigen Zeichnungssequenzen , die vor Ort in den unterschiedlichsten Lebens- und Arbeitsbereichen entstanden sind, gezeichnet mit Kohlestiften auf Din A5 grossen Blättern. Verbunden waren die einzelnen Zeichnungsfolgen und Kapitel durch ein System zeichenhafter, nachbildartiger Leitmotivik, die als gedanklich-konzeptuelle Ebene in die Ebene der Abtastung von Wahrnehmung eingeblendet war.
Neben einer Reihe von Publikationen wurden die Sequenzen der einzelnen Kapitel des CS- Bildromans in Ausstellungen präsentiert in der Form von weit verzweigten hypertextartigen Leitungssystemen.
Mit dem Abschluss des 7. Kapitels wurde der Abschnitt des Bildromans 1999 beendet und das Projekt seither in einer losen episodischen Form weitergeführt. Beibehalten wurde das Prinzip der Sequentialität und der reportageartigen Berichterstattung.

In der Ausstellung zeige ich Ausschnitte aus zwei umfangreichen Zeichnungsprojekten: Die Treppe, ein multiperspektivischer Wandelgang auf der Spiraltreppe des Neuen Museums Nürnberg,sowie eine Zeichenserie, die 2002 in Shanghai entstanden ist. Nach einem sich über nahezu drei Jahre erstreckenden Prozess gegen die Kulturbehörde Hamburg, kann diese Serie nun zum ersten Mal wieder gezeigt werden.

(Weitere Informationen unter:
www.dergesichtsverlustderkulturbehoerdehamburg.de)