| |
Seit seiner letzten Ausstellung in meiner Galerie (2002) war
Pavel Pepperstein in vielen wichtigen internationalen Ausstellungen vertreten,
wie im letzten Jahr in der großen Schau Berlin-Moskau/Moskau-Berlin im
Martin-Gropius-Bau in Berlin und in der Staatlichen Tretjakow-Galerie
in Moskau, bei der Ausstellung Moskauer Konzeptualismus im Kupferstich-kabinett
Berlin,sowie bei der Biennale in Sao Paulo.
Ausgangspunkt für diese neuere Bildserie war eine kleine Pavel Pepperstein
(*1966) , Autor und bildender Künstler der jüngeren Generation Russlands
stellt ein wichtiges Bindeglied dar zwischen den älteren Vertretern des
Moskauer Konzeptionalismus (wie Ilya Kabakov, Pivovarov ,Bulatov) und
den jungen Künstlern seines Landes.
Nachdem er in den 90er Jahren durch seine Aktivitäten in der von ihm initiierten
Gruppe "Medical Hermeneutic" bekannt wurde, konzentriert er sich in letzter
Zeit auf Einzelprojekte, die direkt vor Ort in den Ausstellungsräumen
entstehen und in denen die zeichnerische Illustration, sowie Wandmalerei
und räumliche Inszenierung eine große Rolle spielen. Er kombiniert Figuren
aus der russischen Mythen- und Märchenwelt mit politischen Zeichen. Durch
eine solche Remythisierung stellt Pepperstein die Existenz einer eigenen
Sphäre des Politischen in Frage. Seine künstlerischen Arbeiten verweisen
auf schwer bestimmbare Übergänge zwischen einem als ideologisch verstandenen
öffentlichen und einem privaten," visionären" Raum.
Mit dem Titel der Ausstellung "Europa" knüpft er inhaltlich an seine letzte
Ausstellung in meiner Galerie an, in der er das Thema "Amerika", sowohl
historisch also auch aktuell politisch auf ironische und poetische Weise
beleuchtete.
Pavel Pepperstein wurde gleichzeitig von der Stadt Düsseldorf im Rahmen
des Künstleraustausches "Moskauer Positionen in Düsseldorf" zu einem Atelierstipendium
eingeladen, das er mit einer Ausstellung im Atelier am Eck, Himmelgeister
Straße 107E am 10. Februar 2005 abschließen wird.
|